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Studien, die den Nutzen von BlutdruckDaten belegen

Studien belegen den Nutzen von Selbstmessungen

Selbst­messung am Hand­gelenk Selbst­messung am Hand­gelenk
Unser Dienst BlutdruckDaten dient der Erfassung und Verwaltung der von Ihnen zu Hause oder auch unterwegs gemessenen Blutdruckwerte. Diese können in aufbereiteter Form mittels der PDF-Auswertung an Ihren behandelnden Arzt übermittelt werden.

Wie wertvoll die von Ihnen gemessenen Werte und unser Dienst bei der Einstellung und Kontrolle eines Bluthochdrucks sind, belegen verschiedene Studien. Das Einbeziehen der Selbstmessungen in die Therapieentscheidung erleichtert diese und lässt eine differenziertere Medikamentenverordnung zu. Auch wird der Zielblutdruck auf diese Weise meist schneller erreicht.

Wie wichtig eine gute Blutdruckeinstellung ist, ist angesichts drohender Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall - um nur zwei zu nennen - leicht zu erkennen. Leider gilt der Blutdruck weltweit nur bei etwa 30 Prozent der bekannten Hypertoniker als gut eingestellt. In Deutschland liegt die Quote bedauerlicherweise noch weit niedriger.

1. Studie des Nephrologischen Zentrums Göttingen

Eine Studie des Nephrologischen Zentrums Göttingen zeigte eine signifikante Verbesserung der Hochdruckeinstellung unter Verwendung telemetrischer Technik gegenüber der Betreuung in der Spezialambulanz für Hochdruckerkrankte, welche aber ebenfalls hohe Erfolgsraten verzeichnen kann. Für die Studie wurde ein Teil der Patienten mit einer Telemetrie-Einheit (Blutdruckmessgerät und bluetoothfähiges Mobiltelefon) ausgestattet und dazu angehalten, den Blutdruck morgens zu messen und zu erfassen. Übermittelt wurden jedoch nicht alle gemessenen Werte, sondern nur die, die über einer zuvor festgelegten Alarmschwelle lagen. Diese Alarmregeln wurden speziell für diese Studie ausgearbeitet und stellen eine weltweite Innovation dar.

Überprüft wurde durch eine 24-Stunden-Blutdruckmessung zu Beginn und am Ende der Studie nach drei Monaten. Der Zielblutdruck konnte in dieser Zeit bei 54 Prozent der Telemetrie-Gruppe erreicht werden. Im Vergleich dazu konnten in der Kontrollgruppe nur 35 Prozent dieses Ergebnis erzielen.

Als Grund für diesen Erfolg sieht der Studienleiter Dr. Egbert Schulz neben der besseren Therapietreue vor allen Dingen die optimierte Therapie, die durch die automatisch in die Praxis übermittelten, vom Patienten verlässlich gemessenen Blutdruckdaten.

2. Englische Studie, die im Februar 2018 veröffentlicht wurde

Selbst­messung am Ober­arm Selbst­messung am Ober­arm
Auch in einer englischen Studie mit knapp 1.200 Teilnehmern wurde der Nutzen der häuslichen Selbstmessung (insbesondere mit telemetrischer Datenübertragung wie bei BlutdruckDaten möglich) nachgewiesen.

Die Laufzeit der Studie war auf zwölf Monate ausgelegt. Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen unterteilt.
Ein Teil - die Kontrollgruppe - ließ den Blutdruck wie bisher nur beim Arzt kontrollieren. Ein anderer Teil - die Interventionsgruppe - maß den Blutdruck morgens und abends mit einem geeigneten Messgerät zu Hause selbst und übergab die Daten am Ende jeder Woche dem Hausarzt. Der dritte Teil - die Telemetrie-Gruppe - nahm ebenfalls häusliche Selbstmessungen vor. Zusätzlich wurden die Daten telemetrisch oder per SMS in aufbereiteter Form (ähnlich der PDF-Auswertung von BlutdruckDaten) an den Hausarzt übermittelt. Dieser war angehalten, die Werte monatlich zu kontrollieren. Zudem machte das System bei fehlenden oder extremen Blutdruckwerten Alarm.

Am Ende der Laufzeit zeigte sich, dass der systolische Wert der Teilnehmer, die ihren Blutdruck zu Hause selbst gemessen hatten, signifikant niedriger lag als der derjenigen, deren Blutdruck nur in der Arztpraxis kontrolliert wurde.

Die Telemetrie-Gruppe konnte den größten Erfolg verzeichnen. Die Blutdrucksenkung der Personen mit Telemonitoring fiel noch etwas stärker aus als in der Interventionsgruppe. Vor allen Dingen aber konnte sie früher erzielt werden als in den Vergleichsgruppen. Gegenüber der Kontrollgruppe - also derjenigen, deren Blutdruck lediglich in der Arztpraxis gemessen wurde - zeigte sich der deutliche Vorteil bereits nach sechs Monaten.

Als ausschlaggebend für diese Entwicklung wurde auch hier die bessere Anpassung der Medikamentendosis beziehungsweise Zusammenstellung gesehen. Das ist unter anderem dadurch möglich, dass durch häusliche Selbstmessungen zum Beispiel der Weißkitteleffekt in der Arztpraxis wegfällt. Dieser führt durch eine (eventuell auch unbewusste) Anspannung in der Arztpraxis zu dort höher gemessenen Werten, als es im normalen Alltag der Fall ist. Aus diesem Grund sind für häusliche Selbstmessungen laut der durchführenden Wissenschaftler Zielblutdruckwerte anzulegen, die 5 mmHg unter den in der Arztpraxis gültigen liegen.

3. Amerikanische Pilotstudie

Für diese Studie wurden 2.550 Probanden Blutdruckmessgeräte für zu Hause zur Verfügung gestellt. Die Probanden litten bis dahin unter einem persistierenden (= nicht adäquat eingestellten) Bluthochdruck. Sie kontrollierten ihren Blutdruck für die Studie zusätzlich zu regelmäßigen Kontrollen beim Arzt durch Selbstmessungen in ihrem Alltag. Ihre gemessenen Werte wurden online oder in gedruckter Form an die behandelnden Ärzte übermittelt. Diese waren in die Studie miteinbezogen und wussten, dass die Teilnehmer ein Messgerät zur Heimmessung erhalten hatten und auch im Umgang damit geschult worden waren. 67 Prozent der Teilnehmer hatten es beim dritten Besuch in der Praxis geschafft, ihren Blutdruck unter Kontrolle zu bekommen. Beim sechsten Besuch war diese Zahl auf 60 Prozent gesunken. Dies ist darauf zurückzuführen, dass einige Teilnehmer durch das Einbeziehen der Heimmessungen in die Therapieentscheidung schon bald ihren Zielblutdruck erreicht hatten. Die Medikation war also schnell erfolgreich angepasst, sodass die Kontrollen in der Praxis entfallen beziehungsweise reduziert werden konnten.

Nach sechs Monaten hatten fast 80 Prozent aller Teilnehmer Ihren Zielblutdruck erreicht. Nach den strengen Leitlinien der American Heart Association (AHA) war der Blutdruck bei 72 Prozent der Teilnehmer am Ende des halben Jahres gut eingestellt. Im Durchschnitt sank der systolische Blutdruck um durchschnittlich 16,9 mmHg und der diastolische Blutdruck um 6,5 mmHg. Durch die Selbstmessung konnten jedem Teilnehmer durchschnittlich ein bis zwei Arztbesuche jährlich erspart werden.

4. Metaanalyse von 52 Studien zu diesem Thema

Aus­wert­ung der Selbst­messungen mit App Aus­wert­ung der Selbst­messungen mit App
Im Annals of Internal Medicine wurden die Ergebnisse einer Metaanalyse veröffentlicht. Die Forscher analysierten hierfür insgesamt 52 prospektive Vergleichsstudien zum Thema antihypertensive Therapie. Gegenübergestellt wurden die konventionelle Behandlung eines Bluthochdrucks, bei der keine weiteren Kontrollen erfolgten, und die Unterstützung der Therapie durch Selbstmessungen. Dabei erhielten die Teilnehmer zum Teil Unterstützung in Form von Beratungen, Schulungen oder Unterweisungen.

Nach sechs Monaten zeigte sich in der Gruppe der Selbstmesser eine signifikante Verbesserung der Blutdruckwerte gegenüber der Gruppe, die konventionell behandelt wurde. Leider ließ sich dieser Vorsprung nach zwölf Monaten nicht mehr so deutlich erkennen. Erhielten die Teilnehmer, die ihren Blutdruck selbst im Alltag maßen, jedoch Unterstützung wie oben beschrieben, hielt der signifikante Vorteil auch nach zwölf Monaten noch an.

Unterm Strich belegt auch diese Metaanalyse den Nutzen selbstständiger Blutdruckmessungen. Die Gefahr einer Über- oder Unterdosierung der Medikamente sinkt und die Verlaufskurve durch die regelmäßigen Messungen ermöglicht dem Arzt eine bessere individuelle Anpassung der Medikation.

Diese Studien machen deutlich, wie viel der Betroffene selbst tun kann, um eine möglichst effektive Therapieeinstellung zu ermöglichen. Die Selbstmessung ist ein wichtiges Instrument bei der Einstellung und Kontrolle des Bluthochdrucks. Der Nutzen wird durch eine telemetrische Übertragung der Werte, wie dies bei BlutdruckDaten möglich ist, nochmals gesteigert. Eine Steigerung oder auch ein zu starkes Absinken des Blutdrucks kann hiermit sehr schnell erkannt und die Medikamentendosis angepasst werden.


Quellen:



Alle Inhalte sind medizinisch-fachlich geprüft und werden mehrmals pro Jahr überarbeitet. Letzte Aktualisierung von Sabine Croci (09/2020).

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